Latest News


Belgium: Obligation to give proper weight to the impacts of psychological harm; victims of forced marriage in Guinea constitute a particular social group

Date: 
Friday, February 10, 2017

In a judgment of 10 February 2017, the Belgian Council of State reversed the decision of the Office of the Commissioner General for Refugees and Stateless Persons (CGRS) and granted refugee status to a Guinean woman who feared persecution from her family after having escaped a second forced marriage.

France: Series of decisions on asylum claims related to sexual orientation

Date: 
Wednesday, February 8, 2017

On 8 February 2017 the French Council of State published an analysis regarding asylum cases related to sexual orientation. The analysis issued by the Council of State focuses on matters of particular jurisprudential relevance and elucidate on the legal reasoning behind a series of cases raising similar legal questions.

The Netherlands: Cohabitation is not a requirement for family reunification of refugees

Date: 
Monday, February 20, 2017

On 20 February 2017 the Council of State of the Netherlands has judged that cohabitation is not a requirement to apply Chapter V of the Family Reunification Directive

Latest Cases


Country of Decision: Austria , Country of Applicant: Ukraine , Keywords: Begründungspflicht, Flüchtlingsstatus, Herkunftsländerinformation, Individuelle Prüfung, Interner Schutz, Persönliche Umstände der antragstellenden Person, Politische Überzeugung, Prüfung der Tatsachen und Umstände, Relevante Fakten, Subsidiärer Schutz, Verfolgungsgründe, Verfolgungshandlungen , Date of Decision: 17-11-2016

Die im Asylverfahren erforderliche ganzheitliche Würdigung des Vorbringens des Asylwerbers erfordert unter anderem die Auseinandersetzung mit (aktuellen) Länderberichten.
Hierfür genügt es dabei nicht,  wenn nur oberflächlich auf die Länderinformationen verwiesen wird. Viel mehr muss deren Informationsgehalt tatsächlich bei der Entscheidung berücksichtigt, auf die konkreten Umstände des Einzelfalls bezogen und mit den von den Parteien hervorgebrachten Informationen abgeglichen werden.

Ist dies nicht geschehen, liegen erhebliche Ermittlungsmängel der Behörde vor und der entscheidungsrelevante Sachverhalt steht folglich nicht fest. Daher sind die angefochtenen Bescheide der Behörde aufzuheben und die Angelegenheiten zur Erlassung neuer Bescheide an diese zurückverweisen, da es für eine eigene Sachentscheidung des Verwaltungsgerichts an einer entsprechenden Grundlage fehlt.

Country of Decision: Germany , Country of Applicant: Afghanistan , Keywords: Flüchtlingsstatus, Subsidiärer Schutz, Unzulässiger Antrag, Zuständigkeit für Prüfung von Asylanträgen, Überstellung nach der Dublin-Verordnung , Date of Decision: 23-10-2015

Die Vorschriften der Richtlinie 2013/32/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des internationalen Schutzes (“Richtlinie über gemeinsame Verfahren”) verbieten es nicht, dass ein Asylantrag in Deutschland geprüft wird, auch wenn dem Antragsteller in einem anderen Mitgliedsstaat bereits subsidiärer Schutz gewährt wurde, sofern der Asylantrag in Deutschland vor dem 20. Juli 2015 gestellt wurde.

Die Zulässigkeit eines Antrags, welcher vor dem 20. Juli 2015 gestellt wurde, bestimmt sich nach der Richtlinie 2005/85/EC des Rates vom 1. Dezember 2005 über Mindestnormen für Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Zuerkennung und Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft (“Asylverfahrensrichtlinie”). Nach Artikel 25 der Asylverfahrensrichtlinie dürfen Mitgliedsstaaten einen Asylantrag nur dann als unzulässig behandeln, wenn der Antragsteller in einem anderen Mitgliedsstaat bereits als Flüchtling anerkannt ist, jedoch nicht, wenn dem Antragsteller in dem anderen Mitgliedsstaat subsidiärer Schutz gewährt wurde.  

Country of Decision: Germany , Country of Applicant: Iran , Keywords: Aufnahmebedingungen, Nicht-Zurückweisung, Sicherer Drittstaat, Unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Bestrafung, Überstellung nach der Dublin-Verordnung , Date of Decision: 02-06-2015

Bei der Anwendung der Dublin-III-Verordnung muss sich der abschiebende Staat vergewissern, dass das Asylverfahren im Zwischenstaat ausreichende Gewähr bietet, dass der Asylbewerber keiner unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung ausgesetzt ist, die gegen Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention verstößt.

Die Abschiebungsanordnung war aufgrund von mangelhaften Aufnahmebedingungen für anerkannte Flüchtlinge und Asylbewerber in Griechenland und der Gefahr das diese dort einer unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung ausgesetzt wären rechtswidrig. 

About EDAL


The European Database of Asylum Law (EDAL) is an online database co-ordinated by the European Council on Refugees and Exiles (ECRE) and a compilation of summaries of refugee and asylum case law from the courts of 19 EU Member States, the Court of Justice of the European Union (CJEU) and the European Court of Human Rights (ECtHR). The summaries are published in English and in the relevant Member State’s national language.

For more information please see here.

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